Alle Ratgeber · Veröffentlicht 2026-10-19 von Timeplanned Team
Fahrstundenplaner: Vorlage und App für die Fahrschule
Ein Fahrstundenplaner ist der Wochenplan einer Fahrschule: Er legt fest, wann Theorieunterricht stattfindet, wann welcher Fahrlehrer Fahrstunden gibt und welcher Fahrschüler in welchem Termin sitzt. In einer kleinen Fahrschule mit einem bis drei Fahrlehrern entscheidet er darüber, ob der Tag voll und planbar ist oder aus Lücken und WhatsApp-Nachrichten besteht. Dieser Ratgeber zeigt, wie du den Plan aufbaust, wie eine Vorlage auf Papier oder in Excel aussieht, wo sie ehrlich an ihre Grenzen kommt und wie es mit einer App geht.
Zwei Arten von Terminen mit eigenen Regeln
Jeder Fahrstundenplaner verwaltet zwei Terminarten, die nach unterschiedlichen Regeln laufen. Die Zahlen unten geben die Fahrschüler-Ausbildungsordnung (FahrschAusbO) mit Stand Oktober 2026 wieder.
Der Theorieunterricht findet in der Gruppe statt, mit Anwesenheit vor Ort. Der Grundstoff umfasst mindestens 12 Doppelstunden zu je 90 Minuten (sechs, wenn der Fahrschüler schon einen Führerschein hat), dazu kommt der Zusatzstoff der Klasse, bei Klasse B zwei Doppelstunden. Jedes Thema muss der Fahrschüler mindestens einmal besuchen, er darf Themen wiederholen, und mehr als zwei Doppelstunden am Tag sind nicht erlaubt.
Die praktische Ausbildung ist Einzelunterricht: Im Auto sitzt immer genau ein Fahrschüler (§ 5 Abs. 8 FahrschAusbO). Geplant wird in Einheiten von 45 Minuten. Eine Mindestzahl an Übungsstunden gibt es nicht, wohl aber die besonderen Ausbildungsfahrten, für Klasse B fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten zu je 45 Minuten.
Schritt für Schritt: den Wochenplan aufbauen
Die Reihenfolge ist wichtig: Erst kommt das, was für alle Fahrschüler fest ist, dann das, was jeder einzeln bucht.
- Theorieabende festlegen — zwei feste Abende pro Woche, zum Beispiel dienstags und donnerstags um 18:30 Uhr, je 90 Minuten. Bei Klasse B mit 14 Doppelstunden (12 Grundstoff, 2 Zusatzstoff) ist ein Durchlauf mit zwei Abenden nach sieben Wochen fertig, mit einem Abend nach 14 Wochen. Weil sich die Themen wiederholen, kann ein neuer Fahrschüler an jedem Abend einsteigen.
- Themen rotieren lassen — schreib die Themen in eine feste Reihenfolge und vergib sie Abend für Abend der Reihe nach. Hast du zwei Abende, starte den zweiten in der Mitte der Liste, damit nicht in derselben Woche zweimal dasselbe Thema läuft.
- Fahrzeiten je Fahrlehrer — lege für jeden Fahrlehrer fest, wann er fährt, zum Beispiel Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, in 45-Minuten-Einheiten. Eine Doppelstunde sind zwei Einheiten am Stück.
- Sonderfahrten bewusst setzen — Nachtfahrten brauchen Dunkelheit und rutschen im Sommer weit in den Abend, Autobahnfahrten brauchen die Anfahrt zur nächsten Autobahn. Plane sie als Doppeleinheiten und nicht in die letzte Lücke des Tages.
- Luft lassen — Prüfungsfahrten, Pausen zwischen zwei Fahrschülern und der Weg zum Treffpunkt kosten Zeit. Ein Plan, der jede Minute verplant, hält keinen Dienstag durch.
Die Vorlage: Fahrstundenplaner auf Papier oder in Excel
Für den Anfang reicht eine einfache Tabelle. Bewährt hat sich dieser Aufbau:
- Eine Spalte je Wochentag und darin je Fahrlehrer eine Unterspalte, Montag bis Samstag.
- Zeilen in 45-Minuten-Schritten, etwa von 7:30 bis 19:30 Uhr, plus eine Zeile für den Theorieabend.
- In jeder Zelle der Name des Fahrschülers und die Art der Fahrstunde als Kürzel: Üst für die Übungsstunde, UL für Überland, AB für Autobahn, NF für Nacht.
- Ein zweites Blatt mit der Themenliste der Theorie und dem Datum, an dem jedes Thema dran ist.
- Ein drittes Blatt je Fahrschüler, auf dem du Theoriethemen und Sonderfahrten abhakst.
Wo die Vorlage an ihre Grenzen kommt
Mit einem Fahrlehrer und einem festen Stamm an Fahrschülern funktioniert eine Excel-Tabelle erstaunlich lange. Ehrlich gesagt bricht sie an vier Stellen, und zwar fast immer in dieser Reihenfolge:
- Anfragen — Fahrschüler fragen per WhatsApp, Telefon und am Ende der Fahrstunde nach Terminen. Jede Anfrage musst du selbst in die Tabelle übertragen, und wer zuerst gefragt hat, steht nirgends.
- Absagen — die Tabelle weiß nicht, wann abgesagt wurde. Ob die Ausfallgebühr fällig ist, hängt dann am Gedächtnis und am Ton der Nachricht.
- Ausbildungsstand — welche Theoriethemen und Sonderfahrten einem Fahrschüler noch fehlen, steht verteilt auf drei Blättern. Vor der Prüfung suchst du es zusammen.
- Monatsende — die Rechnung entsteht, indem du die Fahrstunden jedes Fahrschülers aus dem Plan zählst. Spätestens mit dem zweiten Fahrlehrer gibt es mehrere Versionen der Datei.
Der App-Weg: Fahrschüler buchen selbst
Eine App löst nicht das Planen, aber das Abtippen. Der Wochenplan bleibt deiner, nur kommen die Buchungen nicht mehr über dein Handy herein, sondern landen direkt im Plan. So läuft es in Timeplanned:
- Du wählst beim Start „Fahrschule“ und deine Klassen. Die Theorieabende, buchbare Fahrzeiten von Montag bis Freitag in 45-Minuten-Einheiten und eine 24-Stunden-Absageregel sind dann schon angelegt, und du passt Zeiten und Preise an.
- Fahrschüler melden sich im Portal am Handy an. Einen Platz im Theorieabend buchen sie selbst, er ist sofort bestätigt, und die Teilnehmerzahl begrenzt du.
- Für eine Fahrstunde sieht der Fahrschüler die freien 45-Minuten-Zeiten seines Fahrlehrers und schickt eine Anfrage. Der Fahrlehrer bestätigt sie auf der Startseite mit einem Tipp, und der Fahrschüler bekommt eine E-Mail.
- Bei Fahrschülern unter 18 buchen und fragen die Eltern an.
- Jede Fahrstunde trägt ihr Thema, etwa Überland, und jeder Theorieabend das Thema aus der Rotation. Nach dem Termin wird daraus der Ausbildungsstand und, bei Abrechnung nach Aufwand, am Monatsende die Rechnung.
Woran du jede Lösung messen solltest
Ob Papier, Excel oder App: Stell dir vor der Entscheidung diese Fragen. Kann ein Fahrschüler ohne Anruf einen Termin anfragen? Siehst du auf einen Blick, wer welche Sonderfahrt noch braucht? Ist die Absageregel bekannt, bevor jemand bucht? Und wie lange dauert dein Monatsende?
Wenn du zwei dieser Fragen mit „ich weiß es aus dem Kopf“ beantwortest, ist der Plan zu groß für die Tabelle geworden.
Den Fahrstundenplaner mit Timeplanned ausprobieren
Wie das für eine ganze Fahrschule aussieht, vom Theorieabend über den Ausbildungsnachweis bis zur Monatsrechnung per SEPA, zeigt die Seite Timeplanned für Fahrschulen. Theorieinhalte und Prüfungsvorbereitung gehören nicht dazu, dafür behalten deine Fahrschüler ihre Lern-App. Du kannst Timeplanned 60 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
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Kostenlos testenHäufige Fragen zum Fahrstundenplaner
- Was ist ein Fahrstundenplaner?
- Ein Fahrstundenplaner ist der Wochenplan einer Fahrschule. Er legt die Theorieabende fest, die Zeiten, in denen jeder Fahrlehrer Fahrstunden gibt, und welcher Fahrschüler welchen Termin hat. Er kann eine Tabelle auf Papier oder in Excel sein oder eine App, in der Fahrschüler Termine selbst anfragen.
- Wie lange dauert ein Theorie-Durchlauf für Klasse B?
- Für Klasse B sind es mindestens 14 Doppelstunden zu je 90 Minuten: 12 Grundstoff und 2 Zusatzstoff (Stand Oktober 2026). Mit zwei Theorieabenden pro Woche ist ein Durchlauf nach sieben Wochen fertig, mit einem Abend nach 14 Wochen. Mehr als zwei Doppelstunden am Tag sind nicht erlaubt.
- Wie lang ist eine Fahrstunde?
- Eine Fahrstunde dauert 45 Minuten, eine Doppelstunde 90 Minuten. Auch die besonderen Ausbildungsfahrten, also Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten, werden in Einheiten von 45 Minuten gerechnet.
- Wie viele Fahrstunden sind Pflicht?
- Eine gesetzliche Mindestzahl an Übungsstunden gibt es nicht. Pflicht sind die besonderen Ausbildungsfahrten, für Klasse B fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten zu je 45 Minuten (Stand Oktober 2026). Wie viele Übungsstunden ein Fahrschüler braucht, hängt von ihm ab.